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Si-Fu Blech machte
sich daran, in Deutschland und Europa insgesamt eine neue Organisation
aufzubauen, deren Zielsetzung es war und ist, den Weg Meister
Lok Yius allen Interessierten zugänglich zu machen. Der Anfang
war Mühselig, zu groß war das Misstrauen vieler gegenüber
einem den meisten Europäern kaum bekannten chinesischen Lehrer,
der nun auch noch von vielen angefeindet wurde - auch von solchen,
die vorher Ehrfurcht und Respekt zollten. Dass dies Lippenbekenntnisse
gewesen waren, war spätestens jetzt klar.

Meister Lok Yiu
beobachtet seinen deutschen Schüler beim Chi Sau-Training
mit seinem Sohn Lok King Sang |
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Trotzdem, oder vielleicht
gerade deshalb ließen sich Si-Fu Blech und seine Schüler
auch nicht beirren und bauten in Ruhe und Gelassenheit ihre neuen
Strukturen auf. Die European Lok Yiu Wing Chun International Martial
Art Association (ELYWCIMAA) wurde auf ausdrücklichen Wunsch
Meister Lok Yius aus der Taufe gehoben. Die ersten Jahre der ELYWCIMAA
sahen einige Umstrukturierungen und auch durchaus ein Kommen und
Gehen von Wing Chun-Interessierten, die offenbar nicht immer fanden,
was sie suchten. Viele hatten es sich wohl leichter vorgestellt,
ihr bereits erlerntes Wing Chun mal eben mit ein paar neuen Dingen
abzurunden. Ganz von vorn anzufangen und so ziemlich alles zu
vergessen, was man bisher zu wissen glaubte, ist nicht jedermanns
Sache. Und manche wollten sich wohl ganz einfach nicht von liebgewonnen
Vorstellungen lösen, ganz zu schweigen von jenen, die einfach
nicht mehr in der Lage waren, nach all den unterschiedlichen Behauptungen,
was Wing Chun denn nun wirklich sei und nach vielen auch menschlichen
Enttäuschungen, etwas "Neues" zu akzeptieren und
wieder jemandem zu vertrauen.

Man darf auch Spaß haben beim Wing Chun |
Inzwischen bildete
sich jedoch ein Nachwuchs heran, der sich weder um die verwickelte
Wing Chun-Politik scherte noch um vorgefasste Meinungen einiger
Allwissender, sondern beständig und zielgerichtet einfach
an seinem Wing Chun arbeitete. Diese Leute eröffneten schließlich
ihre eigenen Schulen und führen nun ihrerseits Menschen an
das Lok Yiu Wing Chun heran.
Im Zentrum all dessen steht das Ausbildungszentrum im saarländischen
Ottweiler, wo sich fast täglich die in Ausbildung befindlichen
Mitglieder des Verbandes die Klinke in die Hand geben, um unter
dem wachen Auge von Si-Fu Blech das Gelernte zu verbessern. Drinnen
findet man eine Bunte und meistens recht fröhliche Ansammlung
von Wing Chun-Verrückten aus ganz Europa: Italiener, Schweizer,
Kroaten, Tschechen ebenso wie Franzosen und ja, natürlich
auch Deutsche.

Alles am Wing Chun
ist erklärbar -
und wird erklärt |

Ein Bild aus alten
Tagen: Zusammentreffen mit Filmstar Carter Wong 1992 in Hong
Kong |
Das integrierte Ausbildungssystem,
bei dem der Schüler, der die Lehrerlaufbahn anstrebt, sowohl
bei seinem Schulleiter als auch periodisch bei Si-Fu Blech und
seinen Assistenten lernt, hat sich über die Jahre bewährt.
Es bietet eine Qualitätssicherung, auf die Si-Fu Blech nicht
mehr verzichten würde. Gerade bei einem inzwischen recht
groß gewordenen Verband muss man sehr darauf achten, dass
die Fäden nicht auseinanderlaufen und man schließlich
in Uppsala ein anderes Wing Chun betreibt als in Messina.
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