|
Die Ving Tsun Athletic
Association war bei ihrer Gründung im Jahre 1967 der erste
Kung Fu-Verband in Hong Kong. Sie war mit dem #Segen Großmeister
Yip Mans unter anderem von seinem Sohn Yip Chun begründet
worden. Meister Yip Chun ist auch heute noch fester Bestandteil
der Vereinigung , ebenso wie sein Bruder Yip Ching und eine ganze
Reihe auch bei uns in Europa wohlbekannten Vertreter des Yip Man-Stils.
Allein die Liste der Vorsitzenden liest sich wie ein Who is Who
des Wing Chun. Ziel der VTAA war es schon bei Ihrer Gründung,
die Verbreitung und den Bekanntheitsgrad des Wing Chun sowie den
Zusammenhalt unter den Wing Chun-Betreibenden zu fördern.
Gerade durch letztere Maßgabe ist das geografische Betätigungsfeld
natürlich längs international geworden.
Die Ving Tsun Athletic Association ist kein internationaler Dachverband
in dem Sinne, dass er irgendwelche realen Befugnisse hätte;
ihr Einfluss gründet sich allein auf den Ruf und Kompetenz
ihrer Mitglieder. Namen wie Tsui Sheung Tin oder Yip Ching bürgen
dafür, dass die Stimme der VTAA durchaus gehört wird.
Für die Wing Chun-Jünger aus aller Welt aber hat die
VTAA auch und vor allem historische Bedeutung, stellt sie doch
eine Art Bindeglied dar zu einer Vergangenheit, die praktisch
kein Europäer hat miterleben können. So weckt ein Besuch
in den Räumen der VTAA denn auch nostalgische Erinnerungen
an die alten Geschichten rund um den verstorbenen Großmeister
des Stils. Die Trainingsgruppe der ELYWCIMAA, die aufgrund des
80. Geburtstages von Meister Lok Yiu in Hong Kong weilte, ließ
es sich natürlich nicht nehmen, diesen besonderen Schauplatz
der Wing Chun-Geschichte zu besuchen. Si-Fu Blech und seine
Schüler wurden in der VTAA wie immer freundlich empfangen,
und gerade die Hong Kong-Neulinge konnten die Gelegenheit nutzen,
sich nach Herzenslust umzusehen und die besondere Atmosphäre
zu genießen. Wenn die Räume der VTAA gerade nach europäischen
Maßstäben nicht gerade eindrucksvoll sind, so hat man
doch das Gefühl, seiner Kampfkunst und damit seiner Kung
Fu-Familie ein wenig näher zu sein. Man kann sich im Kontext
sehen. Natürlich war es unausweichlich, dass sich alle auf
Fotos verewigen lassen wollten.
|