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Geburtstag
im Mekka des Kung Fu
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Si-Fu
Wilhelm Blech bringt
einen Toast Auf seinen
Lehrer aus.
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Es
war für die Europäischen Enthusiasten
des Lok Yiu Wing Chun das Ereignis des Jahres:
Meister Lok Yiu , das Oberhaupt des Systems,
wurde 80 Jahre jung. Daß man bei Meister
Lok von "alt" kaum sprechen kann,
wurde allen klar, die ihn auf dieser Reise erleben
durften. Si-Fu Wilhelm Blech hatte für
fast 30 seiner Schüler aus mehreren europäischen
Ländern diese besondere Exkursion arrangiert.
Es galt, nicht nur Hong Kong zu sehen, das man
getrost als Metropole der chinesischen Kampfkünste
bezeichnen kann, nicht nur mit Meister Lok und
seinen beiden Söhnen Kwong und Sang zu
trainieren - es galt auch, mit Meister Lok Yiu
zu feiern.
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Geburtstagsessen
im großen Kreis.
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Die alten Hasen wussten schon vorher, wie lang und anstrengend
der Flug von Frankfurt nach Hong Kong werden würde und versuchten,
so gut es ging etwas Schlaf zu finden. Atemberaubend war wie immer
der Anflug auf den Flughafen der ehemaligen englischen Kronkolonie,
und atemberaubend war auch das feuchtwarme Klima, das den Wing
Chun-Pilgern beim Aussteigen entgegenschlug. Nach Erledigung der
Einreiseformalitäten waren alle froh, sich für eine
Weile im Hotelzimmer erholen zu können. Schon für den
ersten Abend war ein Kennenlernen beim gemeinsamen Essen angesetzt,
bevor am nächsten Tag nach einem ersten kurzen Sightseeing
das erste Wing Chun-Training mit Meister Lok begann. Es war für
alle etwas Besonderes, unter den Augen des Stiloberhauptes und
seiner beiden Söhne zu üben. Gewohnt waren allerdings
alle, dass wie auch bei Si-Fu Blech in Deutschland das Basistraining
an allererster Stelle stand.

Meister Lok Yiu
begutachtet
die Fortschritte seiner
europäischen Enkelschüler. |

Meister Lok Yiu
und seine Frau. |
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"Ohne gute Basis kein gutes
Wing Chun", so könnte man die Trainingsauffassung des Meisters
zusammenfassen. Natürlich gab es auch für alle ausreichend Gelegenheit,
vor allem mit Lok King Kwong und seinem Bruder Lok.
King Sang Lap Sau, Chi Sau und Go Sau zu üben - für alle eine
zwar in gewisser Weise ernüchternde, doch immer fruchtbare Erfahrung.
Die chinesischen Meister übten und korrigierten immer wieder geduldig
alle Bewegungen, bis sie mit den Ergebnissen zufrieden waren.
Ein Höhepunkt der war dann natürlich die Geburtstagsfeier Meister
Lok Yius. Das Wing Chun-Urgestein zeigte sich im Kreise seiner Familie
und seiner Schüler und Enkelschüler ( die er ebenfalls als seine
Familie begreift) sichtlich bewegt, und die Europäer durften erleben,
dass auch ein chinesischer Kung Fu-Meister kein unnahbaren Patriarch sein
muss. Meister Lok zeigte sich als warmherziger, großzügiger
Mensch.

Meister Lok Yiu
demonstriert
anschaulich, daß er mit 80 Jahren
noch lange nicht zum alten Eisen gehört. |

Die europäische
Trainingsgruppe
nach dem Unterricht. |
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Die nächsten Tage verbrachten
die Reisenden damit, vormittags und abends die Stadt zu erkunden und
am Nachmittag bis in den frühen Abend hinein hart zu trainieren.
So war diese Reise selbst für die erfahrenen Hong Kong-Kenner etwas
Besonderes, und man brach schließlich mit einer Mischung aus Zufriedenheit
und Wehmut wider nach Hause auf.
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